Schritt für Schritt

In sieben Schritten

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Schritt 1: Was bei Drittländern anders ist

Schweiz, Norwegen und Großbritannien gehören nicht zur EU. Lieferst du dorthin an Privatkunden, ist das aus deutscher Sicht in der Regel eine steuerfreie Ausfuhr – die Einfuhrsteuer fällt im Zielland an. Ausnahmen: In Norwegen (VOEC) und Großbritannien müssen Händler bei kleineren Sendungen die dortige Steuer oft selbst berechnen und abführen; in der Schweiz gilt das ab einer Umsatzgrenze mit Kleinsendungen. Ob das für dich gilt, klärst du mit deiner Steuerberatung.

Stolperfalle: Ohne Ausfuhrnachweis (z. B. Sendungsverfolgung und Zollpapiere des Versanddienstleisters) ist die Ausfuhr nicht steuerfrei. Belege aufbewahren.

Schritt 2: Drittland-Erkennung einschalten

Unter Einstellungen → Steuereinstellungen → Ländereinstellungen sorgt „Drittland erkennen" dafür, dass Billbee Bestellungen mit Lieferadresse außerhalb der EU als Ausfuhr behandelt. Darunter: „Bei Drittland: Nettopreis ist gleich Bruttopreis". Ist das an, wird der Preis aus dem Shop unverändert als Nettopreis übernommen; ist es aus, rechnet Billbee die Umsatzsteuer heraus.

Stolperfalle: Welche Variante richtig ist, hängt davon ab, welchen Preis dein Shop Drittlandkunden berechnet. Prüf an einer Testbestellung, ob die Rechnungssumme zur Zahlung passt.

Schritt 3: Ausländische Steuernummern hinterlegen

Bist du in Norwegen (VOEC) oder Großbritannien (UK-VAT) registriert, trägst du die Nummer unter „Länderspezifische USt. / VAT Ids" ein: Land wählen, Nummer, gültig ab – fertig. Billbee nutzt sie dann für Bestellungen in dieses Land. (Die Nummer im Bild ist erfunden.)

Stolperfalle: Prüfe auf einer echten Rechnung, ob die Nummer so erscheint, wie es der Zoll im Zielland erwartet. Bei VOEC kam es schon vor, dass Sendungen nicht erkannt wurden und Kunden Einfuhrabgaben zahlen mussten.

Schritt 4: Zollangaben am Artikel pflegen

Jeder Artikel, der ins Nicht-EU-Ausland geht, braucht im Artikel unter Allgemein: den Warencode (TARIC) – die Zolltarifnummer, im Beispiel 0901 21 00 für gerösteten Kaffee –, das Herstellungsland und ein Gewicht. Für die USA gibt es ein eigenes Feld Warencode (HTSUS).

Stolperfalle: Fehlt das Herstellungsland, erstellt z. B. DHL kein Label – auch wenn es im Shop gepflegt ist. Die Angaben müssen in Billbee am Artikel stehen. Viele Artikel auf einmal: per Artikel-Export, Datei ergänzen, wieder importieren.

Schritt 5: Steuermodus im Auftrag prüfen

Im Auftrag (Reiter Allgemeines) zeigt das Feld Umsatzsteuer, wie die Rechnung berechnet wird. Für eine steuerfreie Ausfuhr steht dort „Ausfuhr in Drittland (netto)". Bei Bestellungen, für die du im Zielland Steuer abführst, gehört die Steuernummer ins Feld „USt. Id / VAT Id (Verkäufer)".

Stolperfalle: Den Steuermodus vor dem Erzeugen der Rechnung prüfen. Ist die Rechnung schon falsch erstellt, hilft nur Storno und Neuerstellung.

Schritt 6: Wiederkehrendes per Regel erledigen

Was je Zielland immer gleich ist, erledigt eine Regel: Auslöser „Bestellung importiert", Bedingung „Land Lieferadresse einschränken" (z. B. Norwegen), Aktionen etwa Steuernummer setzen, Versandprodukt mit Zollabwicklung zuweisen, Tag „Zoll" vergeben. So muss niemand beim Packen daran denken.

Stolperfalle: Mehrere Länderregeln mit demselben Auslöser laufen nacheinander – achte darauf, dass keine spätere Regel die Werte einer früheren wieder überschreibt.

Schritt 7: Retouren aus der Schweiz

Ein Retourenlabel aus der Schweiz gibt es bei DHL nur, wenn DHL die Schweiz-Retoure für dein Konto freigeschaltet hat. Danach hinterlegst du im DHL-Geschäftskundenportal eine Retourenadresse in Deutschland für Schweizer Kunden – erst dann klappt es auch aus Billbee.

Stolperfalle: Ohne Freischaltung schlägt das Retourenlabel fehl, egal was in Billbee eingestellt ist. Das klärst du mit deinem DHL-Vertriebsansprechpartner.

Stand Oktober 2026

Die drei Länder im Überblick

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Versand ins Nicht-EU-Ausland

Warum erstellt DHL kein Label für die Schweiz?

Meist fehlt bei einem Artikel das Herstellungsland oder die Zolltarifnummer in Billbee. Die Angaben müssen in Billbee am Artikel stehen, nicht nur im Shop.

Muss auf die Rechnung in die Schweiz deutsche Umsatzsteuer?

In der Regel nicht: Lieferungen an Privatkunden in die Schweiz sind als Ausfuhr steuerfrei, wenn sie nachgewiesen sind. Im Auftrag steht dann „Ausfuhr in Drittland (netto)". Im Einzelfall mit der Steuerberatung klären.

Wo trage ich meine VOEC- oder UK-VAT-Nummer ein?

Unter Einstellungen → Steuereinstellungen → Ländereinstellungen bei „Länderspezifische USt. / VAT Ids" – Land, Nummer und Gültigkeitsdatum.

Wo finde ich die Zolltarifnummer für meine Artikel?

Über die Elektronische Zolltarifauskunft (EZT-Online) des deutschen Zolls oder die TARIC-Datenbank der EU. Bei Unsicherheit hilft der Zoll mit einer verbindlichen Zolltarifauskunft.

Kann Billbee die Zollpapiere erstellen?

Die Zollangaben (Warencode, Herkunftsland, Gewicht, Wert) übergibt Billbee an den Versanddienstleister, der daraus die Zolldokumente erzeugt – sofern dein Versandprodukt den Auslandsversand unterstützt.

Billbee ist eine Marke der Billbee GmbH. Diese Seite ist keine offizielle Billbee-Hilfe. Bildschirmfotos aus einem Billbee-Testkonto, Stand Oktober 2026. Steuerangaben vereinfacht und ohne Gewähr – keine Steuerberatung. Passend dazu: OSS mit Billbee und Stornorechnung. Siehe auch alle Anleitungen.

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