Ein Café in Wien bestellt bei dir und schickt seine USt-ID mit. Die Rechnung soll netto ohne Umsatzsteuer raus, mit Hinweis auf die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung. Billbee kann das – aber nicht von allein, wenn der Shop die USt-ID nicht mitliefert. So stellst du es richtig ein.
Auf der Rechnung stehen die USt-ID des Kunden („Empfänger USt. Id"), keine Umsatzsteuer und der Hinweis auf die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung. Alle Daten sind erfunden.
Getestet mit zwei Bestellungen einer erfundenen Wiener Firma. Jedes Bild lässt sich per Klick vergrößern.
Die erste Testbestellung kam ohne USt-ID aus dem Shop. Billbee behandelte sie wie einen Verkauf an Privat: „Umsatzsteuer ausweisen" mit 20 % österreichischer Umsatzsteuer (Fernverkauf). Eine Regel erzeugte sofort die Rechnung – mit 20 %.
Stolperfalle: Ist die Rechnung schon erstellt, kannst du sie nicht mehr einfach umstellen. Dann hilft nur Storno und neue Rechnung, siehe Stornorechnung. Wenn deine Regeln Rechnungen beim Import erzeugen, trag die USt-ID am besten vorher ein (siehe Schritt „Automatik").
Bestellung öffnen (Stift) → Feld Umsatzsteuer auf „Innergem. Leistung (netto)" stellen und bei „USt. Id / VAT Id (Kunde)" die USt-ID eintragen. Dann „Speichern & Rechnung erzeugen". Im Test wurde daraus die Rechnung oben.
Stolperfalle: Prüfe die USt-ID vor dem Erstellen der Rechnung, z. B. über die qualifizierte Abfrage beim Bundeszentralamt für Steuern. Billbee prüft die Nummer nicht.
Einstellungen → Auftragsdokumente → Bereich „USt. Hinweise". Für die innergemeinschaftliche Lieferung z. B. „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung (§ 4 Nr. 1b i. V. m. § 6a UStG)." und für Ausfuhren in Drittländer „Steuerfreie Ausfuhrlieferung (§ 4 Nr. 1a i. V. m. § 6 UStG)."
Stolperfalle: Im Test stand der Hinweis erst auf der Rechnung, nachdem dieses Feld ausgefüllt war. Ist es leer, fehlt der Pflichthinweis – und das sieht man der Rechnung nicht sofort an.
In den Ländereinstellungen der Steuereinstellungen gibt es den Schalter „IGL setzen, wenn USt. Id / VAT Id vorhanden". Kommt eine Bestellung mit USt-ID, stellt Billbee sie selbst auf innergemeinschaftliche Lieferung. Ein zweiter Schalter macht das für bestehende Kunden mit hinterlegter USt-ID.
Stolperfalle: Das hilft nur, wenn die USt-ID auch ankommt. Viele Shops übertragen sie nicht an Billbee. Teste das mit einer Bestellung aus deinem Shop, bevor du dich darauf verlässt.
Daneben steht die Auswahl „Bei IGL": Ist Netto = Brutto, Netto aus USt. des Sitzlandes oder Netto aus USt. des Ziellandes. Im Test war „Zielland" eingestellt: Aus 153,90 € brutto wurden 128,25 € netto (153,90 / 1,20 – österreichische 20 %).
Stolperfalle: Welche Variante passt, hängt davon ab, wie deine Shop-Preise gemeint sind. Zeigt dein Shop B2B-Kunden Nettopreise, ist oft „Ist Netto = Brutto" richtig. Kläre das mit deinem Steuerberater und prüfe die erste Rechnung genau.
Die umgestellte Bestellung trug im Test weiter das Tag „Fernverkauf" aus dem Import. Über dieses Tag filtern viele den OSS-Export. Entferne das Tag an der IGL-Bestellung von Hand, damit sie nicht in der OSS-Meldung landet.
Stolperfalle: Innergemeinschaftliche Lieferungen gehören in die Zusammenfassende Meldung, nicht in die OSS-Meldung. Diese Seite ist keine Steuerberatung.
Tippe auf eine Karte.
In der Bestellung das Feld Umsatzsteuer auf „Innergem. Leistung (netto)" stellen, die USt-ID des Kunden eintragen und dann die Rechnung erzeugen.
Der Text kommt aus Einstellungen → Auftragsdokumente → USt. Hinweise. Ist das Feld leer, druckt Billbee keinen Hinweis.
Ja, wenn in den Ländereinstellungen „IGL setzen, wenn USt. Id / VAT Id vorhanden" aktiv ist und die Bestellung eine USt-ID enthält.
Nein. Die Gültigkeit musst du selbst prüfen, z. B. über das Bundeszentralamt für Steuern.
Nein. Achte darauf, dass das Tag „Fernverkauf" an solchen Bestellungen entfernt ist, falls dein OSS-Export danach filtert.
Billbee ist eine Marke der Billbee GmbH. Diese Seite ist keine offizielle Billbee-Hilfe. Details findest du in der Billbee-Hilfe zu Steuereinstellungen und zu Fernverkäufen mit OSS. Keine Steuerberatung. Bildschirmfotos und Rechnung aus einem Billbee-Testkonto mit erfundenen Daten, Stand Oktober 2026. Siehe auch alle Anleitungen.
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