Kaffeerösterei, Seifenmanufaktur, Textildruck: Du verkaufst nicht nur Ware, du stellst sie her. Billbee ist kein Produktionssystem, aber mit Stücklisten und Lagerbeständen kommst du weit. Hier siehst du zwei Wege – und wo die Grenze liegt.
Von Felix Doll, zertifizierter Billbee-Partner · Zuletzt geprüft: Oktober 2026
Beispiele aus einem Billbee-Testkonto (Röstkontor Wolkenfeld). Bilder per Klick vergrößerbar.
Das ist die wichtigste Frage. Weg A: Rohware wird erst beim Verkauf abgebucht (Stückliste) – gut, wenn du auf Bestellung fertigst oder abfüllst. Weg B: Du stellst auf Vorrat her und buchst Fertigware zu und Rohware ab – gut bei Chargen.
Grenze: Billbee hat keine Fertigungsaufträge und keine Produktionsplanung. Für Chargen, Rezepturen mit Schwund oder Mindesthaltbarkeit brauchst du ein zusätzliches Werkzeug.
Lege die Rohware als normalen Artikel an (z. B. „Rohkaffee 1 kg", „Tüte 500 g", „Etikett") und den Verkaufsartikel als Typ Stückliste. Im Reiter Stückliste trägst du ein, wie viel von jedem Bestandteil verbraucht wird. Verkaufst du das Produkt, bucht Billbee die Bestandteile ab.
Stolperfalle: Mengen mit Nachkommastellen (z. B. 0,6 kg Rohkaffee) erwähnt die Billbee-Hilfe als möglich. Teste es mit einem Artikel, bevor du alles umstellst – oder führe die Rohware in kleineren Einheiten (Gramm).
Der Bestand des Verkaufsartikels ergibt sich aus den Bestandteilen: so viele, wie du aus der knappsten Rohware noch machen kannst. Am Stücklistenartikel selbst darf keine eigene Lagerbestandsverwaltung stehen, sonst rechnet Billbee nicht.
Stolperfalle: Ausführlich mit allen Einstellungen: Stücklisten in Billbee.
Stellst du eine Charge her, buchst du im Artikel bzw. in der Artikelliste über die Bestandsänderung die Fertigware zu (+50 Tüten) und die Rohware ab (−25 kg). Mit einem Kommentar wie „Röstung 22.10." findest du es später in den Warenbewegungen wieder.
Stolperfalle: Fertigware ist hier ein normaler Artikel, keine Stückliste – sonst würde die Rohware beim Verkauf ein zweites Mal abgebucht.
Mit mehreren Lagern (Multi-Lager) kannst du Rohware und Fertigware getrennt führen, zum Beispiel „Produktion" und „Versand". Für Inventur und Warenwert hilft ein eigener Export mit Einkaufspreis und Bestand: Eigenes Exportformat.
Tipp: Einkaufspreise der Rohware pflegen – sonst ist der Warenwert im Export falsch.
Tippe auf eine Karte.
Nein. Billbee bucht Bestandteile beim Verkauf über Stücklisten ab oder du änderst Bestände von Hand. Eine Produktionsplanung gibt es nicht.
Mit einer Stückliste: Der Verkaufsartikel besteht aus den Rohwaren, beim Verkauf werden sie abgebucht.
Die Billbee-Hilfe nennt Nachkommastellen als Anzahl. Teste es an einem Artikel oder führe die Rohware in Gramm.
Ja, mit mehreren Lagern in Billbee.
Billbee ist eine Marke der Billbee GmbH. Diese Seite ist keine offizielle Billbee-Hilfe. Details in der Billbee-Hilfe zu Stücklisten und zum Multi-Lager. Bildschirmfotos aus einem Billbee-Testkonto, Stand Oktober 2026. Siehe auch alle Anleitungen.
Zum Überblick: Billbee einrichten: Bausteine und Reihenfolge · Alle Anleitungen
Zertifizierter Billbee-Partner · Experte für Billbee, DATEV und Lexware Office
Ich richte Billbee für Onlinehändler ein und schreibe diese Anleitungen aus der täglichen Praxis. Die Schritte und Screenshots stammen aus einem echten Billbee-Konto.
Zuletzt geprüft: Oktober 2026
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