In sieben Schritten von der Installation bis zur ersten Testbestellung: zwei Einstellungen in Shopify, die Verbindung zu Billbee und vier Haken in deinem Billbee-Shop. Die App zeigt dir dieselbe Checkliste auch direkt im Shopify-Admin. Was die App macht und warum, steht auf der Seite zur App.
Von Felix Doll, zertifizierter Billbee-Partner · Zuletzt geprüft: November 2026
Die App läuft eingebettet im Shopify-Admin unter „Apps“. Oben der Status mit den beiden Verbindungen, darunter die Billbee-Verbindung, die Checkliste und das Protokoll. Alle Bilder auf dieser Seite zeigen erfundene Beispieldaten.
Klicke dich durch die Schritte. Jedes Bild lässt sich per Klick vergrößern.
Öffne die App im Shopify App Store und klicke auf „Installieren“. Shopify zeigt dir, was die App darf: Bestellungen lesen und schreiben (für die USt-ID in der Bestellung) und Kunden lesen (für die USt-ID an Shopify-Firmenkonten). Bestätige das. Danach öffnet sich die App im Shopify-Admin unter Apps.
Stolperfalle: Installieren kann nur, wer in Shopify die Berechtigung „Apps und Vertriebskanäle verwalten“ hat – in der Regel der Inhaber. Mitarbeiterkonten ohne dieses Recht sehen den Knopf, kommen aber nicht weiter.
Direkt nach der Installation zeigt Shopify die Abo-Seite: 4,99 € im Monat inkl. USt., die ersten 30 Tage kostenlos. Klicke auf „Genehmigen“. Abgerechnet wird über deine normale Shopify-Rechnung, erst nach den 30 Tagen. Kündigen heißt später: App deinstallieren.
Stolperfalle: Ohne Genehmigung läuft die App nicht. Im Protokoll steht dann bei jeder Bestellung „kein Abo“. Die Abo-Seite erreichst du jederzeit wieder über die Karte „Abo“ in der App.
Gehe im Shopify-Admin zu Einstellungen → Steuern und Abgaben → Europäische Union und richte dort „MwSt. erheben“ ein – entweder über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) mit deiner deutschen USt-ID oder mit einer Registrierung je Land. Nur dann zeigt Shopify im Checkout überhaupt ein Feld für die USt-ID des Kunden, prüft die Nummer und lässt bei gültiger Nummer die Steuer weg.
Stolperfalle: Erhebst du in Shopify keine EU-Umsatzsteuer, gibt es nichts, was die App übergeben könnte. Ob OSS für dich das Richtige ist, klärst du mit deiner Steuerberatung – die Einstellung in Shopify ändert nichts an deiner Steuerpflicht.
Gehe zu Einstellungen → Checkout → Kundeninformationen und stelle „USt-IdNr. des Unternehmens“ auf „Optional“ (oder „Erforderlich“, wenn du nur an Firmen verkaufst). Im Checkout erscheint dann das Feld „USt-IdNr.“ (im englischen Checkout „VAT number“). Shopify prüft die Eingabe sofort im EU-Register und gegen das Lieferland; bei gültiger Nummer steht ein grüner Haken daneben und die Steuer fällt weg.
Stolperfalle: Steht die Einstellung auf „Nicht einschließen“, können Firmenkunden keine Nummer eingeben – dann zahlt jeder Mehrwertsteuer, und die App hat nichts zu tun. Die beiden Shopify-Einstellungen stehen auch in der Checkliste der App zum Abhaken.
In Billbee: Einstellungen → Billbee API, den Schalter „Aktivieren“ einschalten und ein API-Passwort vergeben (das ist nicht dein Login-Passwort). In der App unter „Billbee verbinden“ trägst du deinen Billbee-Benutzernamen (die E-Mail-Adresse des Kontoinhabers) und dieses API-Passwort ein und klickst auf „Speichern und prüfen“. Danach „Shop wählen“: Die App listet deine Billbee-Shops und markiert den, der zu diesem Shopify-Shop passt.
Stolperfalle: Der Benutzername muss der Login des Kontoinhabers sein, nicht der eines Mitarbeiterkontos – sonst meldet Billbee „unbekannt“. Das API-Passwort wird verschlüsselt gespeichert und nie wieder angezeigt; willst du es ändern, trägst du einfach ein neues ein.
In Billbee unter Einstellungen → Shops → dein Shopify-Shop: „Mindestalter der Bestellung in Minuten“ auf 5 (damit die App Zeit hat, die USt-ID zu schreiben, bevor Billbee abholt), den Haken „WebHooks deaktivieren“ leer lassen und „Gutschrift bei Storno erzeugen“ einschalten (damit auch Gutschriften netto bleiben). Dann unter Einstellungen → Steuereinstellungen → Ländereinstellungen den Schalter „IGL setzen, wenn USt. Id / VAT Id vorhanden“ einschalten und unter Auftragsdokumente → USt. Hinweise den Text für die steuerfreie Lieferung eintragen. Jeden Punkt hakst du in der Checkliste der App ab.
Stolperfalle: Mindestalter 0 ist die häufigste Ursache für eine Rechnung mit Steuer: Billbee holt die Bestellung ab, bevor die App die USt-ID geschrieben hat. Die App korrigiert das zwar bei der nächsten Kontrolle – aber nur, solange noch keine Rechnung erzeugt wurde. Eine Rechnungsregel, die sofort beim Import feuert, wäre dann schneller.
Lege in deinem Shop eine Bestellung an eine Firmenadresse in einem anderen EU-Land an und gib eine gültige USt-ID ein (zum Beispiel die eines echten Geschäftskunden, mit dessen Einverständnis, oder nutze in Shopify eine Testzahlung). Wenige Sekunden später steht die Bestellung im Protokoll der App mit „USt-ID an Billbee übergeben“. Nach dem nächsten Abruf durch Billbee prüfst du dort die Bestellung: Steuermodus „Innergem. Leistung (netto)“ und die USt-ID im Feld „USt. Id Kunde“. Erzeugst du jetzt die Rechnung, ist sie netto mit Hinweistext.
Stolperfalle: Die Testbestellung danach in Shopify stornieren und in Billbee löschen oder stornieren, sonst landet sie in deiner Buchhaltung. Steht im Protokoll „Keine USt-ID angegeben“, war das Feld im Checkout leer; steht dort „Shopify hat die USt-ID abgelehnt“, passt die Nummer nicht zum Lieferland oder ist ungültig – dann ist die Rechnung mit Steuer korrekt.
Tippe auf eine Karte.
Ja. Die App übergibt nur die USt-ID. Dass Billbee daraus eine innergemeinschaftliche Lieferung macht, ist diese Einstellung. Ohne sie bleibt die Bestellung auf „Umsatzsteuer ausweisen“, und die App stellt sie erst bei der nächsten Kontrolle um.
Billbee hatte die Bestellung schon abgeholt, bevor die USt-ID in der Bestellung stand, oder die Ländereinstellung war aus. Die App hat bei der Kontrolle den Steuermodus auf innergemeinschaftliche Lieferung gestellt. Kommt das häufig vor, prüfe das Mindestalter in Billbee (mindestens 5 Minuten).
Die App kann die Nummer in Billbee nicht nachträglich setzen – das lässt die Billbee-Schnittstelle nicht zu. Stand die USt-ID beim Abruf noch nicht in der Bestellung, bleibt das Feld leer, auch wenn die App den Steuermodus korrigiert hat. Dann die Nummer in Billbee einmal von Hand in die Bestellung eintragen (Bearbeiten → USt. Id Kunde) und das Mindestalter erhöhen.
Bestellungen lesen und schreiben, um die USt-ID in die Bestellung zu schreiben, und Kunden lesen, um bei Shopify-B2B die USt-ID vom Firmenstandort zu holen. Mehr nicht – keine Produkte, keine Zahlungen, keine Kundendaten außer Land und Firma der Lieferadresse.
Nein. Die individuelle App ist dieselbe Software und läuft weiter. Wenn du auf die App-Store-Version wechseln willst, installierst du sie aus dem App Store und lässt die individuelle App danach entfernen – ich helfe dabei.
Billbee ist eine Marke der Billbee GmbH. Diese Seite ist keine offizielle Billbee-Hilfe. Bildschirmfotos aus einem Shopify-Entwicklungsshop und aus der App mit erfundenen Beispieldaten, Stand Oktober 2026. Shopify ist eine Marke der Shopify Inc. Keine Steuerberatung. Was die App macht: Seite zur App. Hintergrund in Billbee: B2B-Rechnung ins EU-Ausland mit 0 %. Siehe auch alle Anleitungen.
Zum Überblick: Marktplätze und Shops anbinden · Alle Anleitungen
Zertifizierter Billbee-Partner · Experte für Billbee, DATEV und Lexware Office
Ich richte Billbee für Onlinehändler ein und schreibe diese Anleitungen aus der täglichen Praxis. Die Schritte und Screenshots stammen aus einem echten Billbee-Konto.
Zuletzt geprüft: November 2026
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